Da wir zu Sopha Phal und seiner Familie eine besondere Beziehung aufbauen konnten, erzählte er uns auch von seinen Sorgen und Nöten. Die jährliche Pfefferernte verkauft er über einen Großhändler. Das garantiert ihm zwar ein Einkommen, reicht aber gerade mal zum Überleben. Familien in Kambodscha sind sehr groß, und auch die Großeltern werden vom Familienbund unterstützt und versorgt. Für den Anbau weiterer Pfefferpflanzen und deren Pflege fehlt das Geld. Es dauert drei bis vier Jahre bis eine Pfefferpflanze zum ersten mal geerntet werden kann. Eine lange Zeit für einen kleinen Pfefferbauern. Nach diesen Schilderungen war uns eigentlich alles klar. Wir hatten in Sopha Phal einen verlässlichen Partner gefunden und wollten seine Pfefferpaten werden. Unsere der Suche nach einem Bauern den wir mit unseren Möglichkeiten hier in Deutschland helfen und unterstützen können, war endlich beendet. Die Qualität des Pfeffers von Sopha Phal stand außer Frage, wir haben auf seiner Farm den Anbau und die Ernte verfolgt und hatten inzwischen auch schon eine Art Freundschaft entwickelt.