Die Pfefferfarm in Kambodscha

Wo der Pfeffer wächst – oder wie ein Reisemitbringsel unsere Sichtweise veränderte

Es war nur ein kleines Tütchen Pfeffer von einer Pfefferfarm in Kambodscha, aber für uns sollte es zu etwas ganz besonderen werden und unser Handeln dauerhaft verändern. Der Geruch sowie das Aroma waren unvergleichbar und einen derart geschmackvollen Pfeffer haben wir bisher noch nicht gekannt. Wir hatten ihn direkt auf einer Pfefferfarm in der Kambodscha Provinz Kampot gekauft. Er ist mit dem Pfeffer aus dem Supermarkt nicht zu vergleichen. Was wir bis dahin schon wussten: Der Pfeffer ist unbehandelt, enthält keine Chemie und ist handverlesen. Es ist sprichwörtlich ein Gourmet Gewürz für jedermann. Aus dem Geschmackserlebnis wuchs schnell der Gedanke, diesen natürlichen Premiumpfeffer in Deutschland zu verkaufen, damit viele Leute in den Genuss von Kampot Pfeffer kommen können. Dabei war es uns aber auch wichtig, Kambodscha, einem der ärmsten Länder der Welt zu helfen und konkret einen Pfefferbauern auf seiner Pfefferfarm vor Ort zu unterstützen.


Die Idee war geboren

Nun fehlte uns aber noch ein Partner vor Ort. Außerdem wollten wir noch mehr über den Kampot Pfeffer und seinen Anbau erfahren. So begaben wir uns auf eine weitere Reise in das Königreich Kambodscha. Wie Entdecker fuhren wir mit dem Moped oder Tuk Tuk durch Landschaft, Dörfer und über endlos erscheinende Schotterpisten. Viele kleine und größere Pfefferfarmen in Kambodscha haben wir uns dabei angesehen. Gespräche mit Großhändlern und ein erster Kontakt zu Vertretern der KPPA (Kampot Peppper Association) standen ebenfalls auf unserer Liste. Die KPPA ist die Dachorganisation für den Kampot Pfeffer und bürgt für den traditionellen Anbau dieses Gewürzes. Kampot Pepper ist dank der KPPA auch das erste Produkt in Kambodscha mit einem geografischen Schutz. Das heißt: Nur der Pfeffer aus der Provinz Kampot darf den Namen „Kampot Pfeffer“ tragen.

Pfefferfarm in Kampot
Pfefferfarm Kambodscha fairer Anbau

Die Entdeckung von Uncle’s Pepperfarm | Die Pfefferfarm in Kambodscha

Nach den Gesprächen fuhren wir wieder über Land der Provinz in Kambodscha und stießen auf die kleine beschauliche Pfefferfarm von Sopha Phal. Dort wuchsen Mangos, einige andere Früchte und auch Pfeffer. Die kleine Pfefferfarm in Kambodscha machte auf uns einen sehr guten Eindruck. Alles war gepflegt, die Pflanzen waren kräftig grün und es wuchs kein Unkraut auf den kleinen Feldern. Auf dem kleinen Pfefferfeld der Farm wuchsen etwa 70 Pflanzen, die einen sehr gesunden Eindruck machten. Die Farm diene vor allem der Selbstversorgung, erzählte uns Sopha Phal. Von ihm erfuhren wir auch noch einiges mehr über den traditionellen Pfefferanbau in der Provinz Kampot, der seit Jahrhunderten ohne künstlichen Dünger, Chemie oder Gentechnik auskommt. Unbehandelt und Naturbelassen wird das edle Gewürz auf der Farm von Hand geerntet, sortiert und in der Sonne getrocknet. In jedem einzelnen Pfefferkorn stecken etliche Handgriffe und Arbeitsschritte. Nur die besten Pfefferkörner kommen in den Handel. Und genau das, macht diesen Pfeffer aus Kambodscha so wertvoll. Bei den Erzählungen zum Anbau strahlte Sopha Phal, denn unsere Neugierde begeisterte ihn und er war stolz, uns den Pfefferanbau näherzubringen. Schon seine Großeltern haben auf diese Weise das Gewürz in Kambodscha angebaut. Uns wiederum begeisterte die Leidenschaft und Geduld, die er für seinen Pfefferpflanzen aufbrachte.

Pfefferfarm in Kampot Kambodscha

Wir werden Pfefferpaten

Da wir zu Sopha Phal und seiner Familie eine besondere Beziehung aufbauen konnten, erzählte er uns auch von seinen Sorgen und Nöten. Die jährliche Pfefferernte verkauft er über einen Großhändler. Das garantiert ihm zwar ein Einkommen, reicht aber gerade mal zum überleben. Familien in Kambodscha sind sehr groß, und auch die Großeltern werden vom Familienbund unterstützt und versorgt. Für den Anbau weiterer Pfefferpflanzen und deren Pflege fehlt das Geld. Es dauert drei bis vier Jahre bis eine Pfefferpflanze zum ersten Mal geerntet werden kann. Eine lange Zeit für einen kleinen Pfefferbauern. Nach diesen Schilderungen war uns eigentlich alles klar. Wir hatten in Sopha Phal einen verlässlichen Partner gefunden und wollten seine Pfefferpaten werden. Unsere Suche nach einem Bauern den wir mit unseren Möglichkeiten hier in Deutschland helfen und unterstützen können, war endlich beendet. Die Qualität des Pfeffers von Sopha Phal stand außer Frage, wir haben auf seiner Pfefferfarm in Kambodscha den Anbau und die Ernte verfolgt und hatten inzwischen auch schon eine Art Freundschaft entwickelt. Übrigens bieten wir unseren Kunden auch die Möglichkeit, direkt eine Pfefferpatenschaft von Uncle´s Pepperfarm in Kambodscha zu übernehmen.

Uncles Pepperfarm Kambodscha

Hand in Hand ans Ziel

Hand in Hand wollten wir nun mit Ihm und seiner Familie unsere Idee umsetzen: Wir vermarkten den Kampot Pfeffer von Uncle’s Peppefarm und Sopha Phal hilft uns mit seiner Erfahrung. Als Eckpunkte unserer Idee haben wir uns folgende Standards gesetzt:

  • Sozialer, Fairer Anbau und Handel
  • überdurchschnittlicher Lohn für Pfefferbauer und Farmarbeiter
  • Direkt von der Pfefferfarm in Kambodscha zum Genießer
  • Nachhaltiger und natürlicher Anbau, den Traditionen der Pfefferbauern entsprechend
  • Unterstützung sozialer Einrichtungen in Kambodscha
Erste Schritte

Um unsere Idee auch einen offiziellen Rahmen zu geben, standen vertiefende und lange Gespräche mit der KPPA und anderen Organisationen wie dem Agrarministerium an. Wieder zurück in Deutschland arbeiteten wir an der Weiterentwicklung unserer Idee. Das Marketing musste organisiert werden, wir brauchten einen Namen, ein Logo, eine Webseite und natürlich auch eine Verpackung für unseren Kampot Pfeffer aus Kambodscha. Auf der Pfefferfarm von Sopha Phal tat sich gleichzeitig auch schon etwas. Weil jede Pflanze in der Trockenzeit täglich mit 5 Litern Wasser gegossen werden muss, wurde ein Brunnen gebohrt und ein Wassertank gebaut. Dank der optimierten Wasserversorgung konnte auch ein weiteres Pfefferfeld angepflanzt werden.

Erste Erfolge

Ein Jahr später konnte bereits zusätzliches Land gekauft werden, um eine weitere Pfeffergeneration anbauen zu können. Unser Ziel, auch den Arbeitern auf der Pfefferfarm einen überdurchschnittlichen Lohn zu zahlen, kamen wir noch ein großes Stück näher. Einem langjährigen Erntehelfer von Sopha Phal, der bisher als Tagelöhner sein Geld verdiente, konnten wir gemeinsam zum Vorarbeiter ernennen. Pu Maneth ist zuverlässig und weiß ebenfalls, worauf es beim traditionellen Pfefferanbau ankommt. Für Ihn und seine Familie bedeutet der Job als Vorarbeiter Sicherheit und die Möglichkeit, seinen Kindern eine bessere Schulbildung zu ermöglichen. Er zog mit seiner Familie in eine neugebaute Unterkunft auf dem erweiterten Areal von Uncle’s Peppefarm in Kambodscha.

Die Idee des sozialen und fairen Handels und unser Versprechen, dass dieser hochwertige Pfeffer direkt von der Farm zu Ihnen nach Hause in Deutschland kommt, kam so gut an dass schon nach kurzer Zeit viele Genießer unseren Kampot Pfeffer im Online Pfeffer-Shop kauften und von der Qualität begeistert waren. Wir bekamen auch interessierte Nachfragen, was es mit den Pfefferpaten genau auf sich hat. Einige fragten auch konkret nach der Möglichkeit einer eigenen Patenschaft. Es gab anscheinend Menschen, denen dieser Gedanke gefiel. Wir beschlossen daher, dass auch unsere Kunden Pfefferpaten von Uncle`s Pepperfarm werden konnten:
Pfefferpate werden, genießen und helfen >>

Sie haben jetzt nicht nur die Chance, den besten Pfeffer der Welt bei uns zu kaufen, sondern auch die Möglichkeit mit jedem Kauf einer kleinen Pfefferfarm in Kampot (Kambodscha) zu helfen und somit etwas gutes zu tun.