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Pfeffer kaufen – wo bekommt man richtig guten Pfeffer?

guten Pfeffer kaufen

by Ralf

Tipps für den nächsten Pfeffer Einkauf

Pfeffer kaufen kann man mittlerweile theoretisch (fast) überall. Am besten geht man natürlich in ein Gewürzfachgeschäft, um das beliebte Gewürz zu kaufen. Neben dem Fachgeschäft vor Ort gibt es seit einigen Jahren auch spezialisierte Onlineshops, in denen man besten Pfeffer bestellen kann. Feinkosthändler haben teilweise auch ein recht gutes Angebot, was hochwertige Gewürze (und insbesondere Pfeffer) angeht.

Ein Ratgeber, aus Liebe zum Pfeffer

Natürlich könnten wir von Uncle’s Pepperfarm jetzt ganz einfach sagen, wo Sie mit Sicherheit den besten Pfeffer kaufen können. Es soll in diesem Beitrag allerdings nicht um uns gehen. Wir möchten Ihnen ganz neutral und ohne konkrete Empfehlungen, hilfreiche Tipps für Ihren nächsten Pfeffer-Einkauf geben. Nutzen Sie diese Informationen, selber eine gute Wahl für Ihren nächsten Pfeffereinkauf zu treffen.

 

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Fachkundige Beratung beim Pfefferkauf

Guten Pfeffer kauft man beim Gewürzfachhändler

Am besten kauft man Pfeffer im Gewürzfachhandel oder einem spezialisierten Online-Shop. In den Supermarktregalen finden Sie augenscheinlich eine riesige Auswahl verschiedenster Sorten, Packungsgrößen und Hersteller. Bei genauerem Hinsehen täuscht diese „Auswahl“ allerdings, denn 75% aller angebotenen Pfeffersorten werden von der Firma Fuchs vertrieben. Zu diesem Anbieter gehören allerdings auch die Firmen Gewürze Wagner, Ostmann und Ubena. Die gefühlte Vielfalt löst sich also bei genauerem Hinsehen schnell auf. Zudem ist Pfeffer aus dem Supermarkt Massenware, die industriell und maschinell angebaut wird. Mit dem traditionell angebauten Pfeffer kleinerer Anbieter sind diese Produkte in keinster Weise vergleichbar.

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Zu empfehlen sind ganze, traditionell und fair angebaute Pfefferkörner

Bio Pfeffer, ganze fair gehandelte Pfefferkörner oder doch gemahlenen Pfeffer kaufen?

Natürlich hat Pfeffer, der mit einem Bio oder Fair-Trade Siegel versehen ist, seine Berechtigung. Leider schneiden gerade diese Sorten in Tests oft gar nicht so gut ab. Bei Zertifizierungen darf man auch nicht außer acht lassen, dass sie sehr teuer und aufwendig sind. Gerade kleine Erzeuger, die Pfeffer traditionell und familiär anbauen, können sich diesen administrativen Aufwand und auch die Kosten nicht leisten. Dennoch sind es meistens genau diese bäuerlich geprägten Pfefferfarmen, die im Grunde sogar noch höhere Auflagen erfüllen, als es z.B. Ein „Bio“-Siegel voraussetzt.

Pfeffer kaufen ist also vor allem Vertrauenssache. Wenn nachvollziehbar ist, wo der Pfeffer angebaut wurde und welche Standards beim Anbau auf der Farm gelten (kein chemischer Dünger) ist das ein erster Hinweis auf einen guten Pfeffer. Achten Sie bitte auch darauf, dass Pfefferfarmer und Arbeiter einen fairen Lohn erhalten.

„Mit offenen Augen“ Pfeffer kaufen – Achten Sie auch auf die Optik des Pfeffers

Handverlesen und ohne zersplitterte oder gespaltene Pfefferkörner, so sollte ein Pfeffer sein. Zersplitterte Körner sind aber nicht nur ein optischer Mangel, sie lassen jedes Gewürz fade schmecken. Auch die gleichmäßige Farbe und Größe der Pfefferkörner ist wichtig. Sind die Pfefferkörner unterschiedlich groß und sehen ungleichmäßig gefärbt aus, deutet dies auf unreife und zu früh geerntete Pfefferbeeren hin. Nur große Sorgfalt und Handverlesung des Pfeffers sorgt für ein vollmundiges Geschmackserlebnis, eine exzellente Qualität und ein ausgewogenes Aroma.

Bitte kaufen Sie auch keinen gemahlenen Pfeffer. Das ursprüngliche Aroma ist längst verflogen, und für diesen Pfeffer werden sowieso nur Pfefferkörner minderer Qualität verwendet. Das echte, volle Aroma und den authentischen Geschmack finden Sie nur in ganzen Pfefferkörnern, die Sie kurz vor dem Kochen bzw. Verzehr in der Pfeffermühle mahlen oder in einem Mörser zerstoßen um damit Ihre Speisen zu verfeinern.

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Roter Pfeffer, handverlesen und ohne zersplitterte bzw. gespaltene Pfefferkörner

Die besten Pfeffersorten und ihre Herkunft

Pfeffer wird auf der ganzen Welt angebaut, jedoch gibt es einige Regionen, in denen die Klima- und Bodenverhältnisse besonders gut sind, so dass der Pfeffer ein ganz eigenes und außergewöhnliches Aroma bekommt. Zu diesen Anbaugebieten zählen die indische Malabar-Küste (z.B. Tellicherry Pfeffer), Südamerika, Indonesien (z.B. Lampong Pfeffer), Sri Lanka, Nepal, Madagaskar (z.B. Wilder Voatsiperifery Urwald Pfeffer) und aus der kambodschanischen Region Kampot (Kampot Pfeffer). Jede einzelne Pfeffersorte aus den genannten Regionen zeichnet sich geschmacklich unterschiedlich aus. Experimentieren Sie einfach mal, und probieren Sie diese Pfeffersorten. Da wird der Einkauf und der Genuss zu einem echtem Erlebnis. Bleiben Sie aber skeptisch, denn auch in den genannten Regionen wird Pfeffer industriell hergestellt und als Massenware angeboten. Fragen Sie daher Ihren Händler, ob er den genauen Ursprung kennt und ob der Pfeffer traditionell ökologisch angebaut wurde. Wenn er darüber hinaus nachweisen kann, dass sein Pfeffer aus handverlesener Sonnentrocknung stammt und faire Löhne beim Anbau bezahlt werden, können Sie mit bestem Gewissen ihren favorisierten Pfeffer kaufen oder bestellen, und ihn dann nach Herzenslust probieren.

Langer roter Pfeffer

Langer roter Pfeffer aus Kampot in Kambodscha

Was Sie noch über Pfeffer wissen sollten

Pfeffer (piper nigrum) stammt ursprünglich aus Indien. Wilde Pfefferpflanzen sind Klettersträucher und können bis zu 10 Metern an Bäumen hochranken. Auf Pfefferplantagen werden die Pflanzen jedoch mit Hilfe von ca. drei Meter langen Holzpfählen als Rankhilfe angebaut.

Welche Pfeffersorten gibt es?
Grüner, schwarzer, weißer und roter Pfeffer stammen von der selben Pflanze. Diese vier Varianten „echten Pfeffers“ (Piper nigrum) sind demnach die gleiche Sorte, werden nur zu unterschiedlichen Zeiten geerntet und unterschiedlich weiterverarbeitet. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, haben wir die Ernte auf unserer Webseite über „Kampot Pfeffer“ für Sie einmal im Detail beschrieben. Dort lesen Sie auch mehr zu den unterschiedlichen Geschmacksaromen der einzelnen Sorten.

Daneben gibt es noch einige pfefferähnliche Sorten aus anderen Pflanzengattungen sowie Sorten, die gar keinen Pfefferursprung (im botanischen Sinne) haben. Dazu gehört unter anderem langer Pfeffer, Tasmanischer Pfeffer, Szechuan Pfeffer, Kubeben-Pfeffer, Voatsiperifery-Pfeffer, Cayenne Pfeffer und Rosa Pfeffer. Auf diese Sorten wollen wir an dieser Stelle aber nicht mehr weiter eingehen.

 

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